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1. Seit wann sind wir als Bildungseinrichtung tätig?
Die Trauerhilfe Funeralitas – Fortbildungen für Bestattungspersonal wurde auf Anregung von Mitgliedern der Fachgruppen Bestattung Tirol und Vorarlberg gegründet. Die TrauerHilfe Funeralitas ist eine Fachabteilung der TrauerHilfe Bestattungen GesmbH und ist erstmals in Österreich bemüht, Fortbildungen für Bestattungspersonal anzubieten, um eine Höherqualifizierung im Bestattungswesen zu ermöglichen.

2. Informationen zur gesellschaftsrechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Struktur
Die Funeralitas ist eine eigenständige Abteilung der TrauerHilfe Bestattungen GesmbH und wird von dieser mit einem Jahresbudget ausgestattet, dessen Höhe von den für das jeweilige Jahr geplanten Aktivitäten abhängt. Die Abteilung Funeralitas ist nicht gewinnorientiert, soll aber mittelfristig Kostendeckung erreichen. Die Funeralitas hat eigenes Personal, das im Ausbildungsbereich tätig ist und in der Bestattungspraxis tätig ist bzw. Erfahrung in der Bestattungspraxis hat.
Die TrauerHilfe GesmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen von 7 Bestattern, welches als Dienstleister für ein Netzwerk von Bestattern (derzeit 23 Betriebe) tätig ist. Neben dem Bereich Ausbildung zählen zu den Dienstleistungen der TrauerHilfe eine eigene Praxis für Thanatologie und Trauerarbeit, rechtliche Beratung und Marketing, Betrieb einer Internetplattform, Erstellung
von Broschüren und Infomaterial, Öffentlichkeitsarbeit etc.Die TrauerHilfe und damit die Funeralitas ist derzeit in den Bundesländern Tirol und Vorarlberg tätig. ErsteGespräche für eine Ausweitung des Tätigkeitsgebietes in andere Bundesländer haben bereits begonnen .

3. Grundausrichtung unserer Einrichtung, Ziele und Strategien
In Österreichs Bestattungswesen hat es bisher keine institutionalisierte und geregelte Ausbildung und nur wenige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für BestatterInnen und im Bestattungswesen tätige Personen gegeben.

Die Praxis im Österreichischen Bestattungswesen hält daher den Anforderungen eines modernen sozialen Dienstleistungsbereiches nicht stand. Die TrauerHilfe will mit der Fachabteilung Funeralitas – Fortbildungen für Bestattungspersonal Aus- und Fortbildungen anbieten, welche Höherqualifizierung in den drei grundlegenden Kompetenzen eines modernen sozialen Dienstleistungsbetriebes ermöglichen: Sachkompetenz, Sozialkompetenz aber auch Selbstkompetenz müssen gegeben sein, um gute Dienstleistung in einem belastenden Beruf zu erbringen und dabei selbst gesund zu bleiben.

3.1. Seminarprogramm zur Höherqualifizierung von Bestattungspersonal
Die Seminare waren gut besucht und jeweils sehr erfolgreich. Da bei diesen Seminaren wieder einmal derdringende Bedarf an Aus- und Fortbildung dieser Berufsgruppe sichtbar wurde, entstand die Idee zu einer zweiten Fachabteilung „Funeralitas – Fortbildungen für Bestattungspersonal“. Ziel ist es, aus einem momentan kleinen Fortbildungsangebot Stück für Stück mehr zu entwickeln.
Die Funeralitas wird 2007 das Kursprogramm an Bestattungsbetriebe in ganz Österreich ausschreiben.Folgende Seminare sind geplant:

  • Hygienische Grundversorgung am Verstorbenen und Abschiedspsychologie (insgesamt 4 zweitägige
    Seminare in Innsbruck und Villach)
  • EDV-Seminar zur professionellen Partenerstellung (2 zweitägige Seminare in Innsbruck)
  • Das Trauergespräch: Trauerpsychologie, Gesprächsführung, Kommunikation mit Trauernden,
  • Verkaufsgespräch im Bestattungsbereich (2 zweitägige Seminare in Innsbruck)
  • „Loslassen“ – Burn-Out-Prävention für BestattungsunternehmerInnen (1dreitägiges Seminar in Bad Waltersdorf)
  • Für das Jahr 2008 sind zusätzlich Seminare zum Thema Krisenintervention für Mitarbeiter im Innen- und
    Außendienst geplant.

3.2. Lehrgang zum geprüften Thanatopraktiker/zur geprüften ThanatopraktikerIn
Ab Herbst 2007 planen wir in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anatomie der Med. Universität Innsbruck, dem Verband Dienstleistender Thanatologen VDT (Deutschland) und dem British Institut of Embalming BIE einen einjährigen berufsbegleitenden Lehrgang (5 x 5 Wochen Theorie und Praxis) zum „geprüften Thanatopraktiker“. Inhalte des Lehrgangs sind dem Curriculum entsprechend moderne Verstorbenenversorgung, Restauration, Modern Embalming (=Einbalsamierung), Anatomie, Psychologie, Ethik, Geschichte.

4. Personalstruktur - Organisation, Pädag. MitarbeiterInnen
Leitung der Funeralitas:
Dr.phil. Mag.phil. Christine Pernlochner-Kügler

  • Studium: Psychologie/Philosophie/Pädagogik und Deutsche Philologie für das Lehramt
  • selbstständige Vortrags- und Seminartätigkeit in der Aus- und Fortbildung von Pflegepersonal, medizinischem Personal und in der Erwachsenenbildung in den Bereichen Psychologie, Thanatologie, Kommunikation und Ethik.
  • Dissertation/Buchveröffentlichung: „Körperscham und Ekel – wesentlich menschliche Gefühle“- Über den Umgang mit Scham und Ekel in der Arbeit mit Körpern
  • Fortbildung: „Abschiednahme und Hygienische Grundversorgung“ bei der Thanatologischen Akademie
  • Mitarbeiterin in der TrauerHilfe Praxis für Thanatologie & Trauerarbeit

Mitarbeiter:
Dr.phil. Mag.phil. Markus Ploner

  • Studium: Erziehungswissenschaft
  • geprüfter Bestatter, Thanatologe i.A.
  • Leiter der TrauerHilfe – Praxis für Thanatologie & Trauerarbeit
  • Dissertation/Buchveröffentlichung: „Der Realität des Todes näher kommen“ – Zur Begegnung von Angehörigen mit dem verstorbenen Menschen am offenen Sarg unter besonderer Berücksichtigung von plötzlichen und gewaltsamen Todesfällen.
  • langjährige Mitarbeit im Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes und fachlicher Hintergrunddienst „Verabschiedung“
  • Familien- und Erziehungsberatung
  • Lehrtätigkeit an der Universität Innsbruck

Johannes Bauer

  • Diplomierter Thanatologe (Ausbildung am British Institut of Embalming und beim Verband
    Dienstleistender Thanatologen VDT)
  • eigenes Bestattungsunternehmen in Nürnberg
  • Leiter der Thanatologischen Akademie in Nürnberg

Weiters beauftragen wir Referenten aus dem medizinischen Bereich (Anatomie, Rechtsmedizin, Arbeitsmedizin, Gerichtsmedizin, Ethik, Hygiene etc.), aus dem psychologischen Bereich (Notfallpsychologie, Krisenintervention, Kommunikation, etc.) und aus beruflichen Bereichen, welche unserem Angebot und unserer Zielgruppe entsprechen.

5. Bildungsangebote - welche Zielgruppen
Das Bildungsangebot der Funeralitas ist auf die Bedürfnisse von MitarbeiterInnen im Innen- und Außendienst von Bestattungsunternehmen zugeschnitten.

6. Qualitätssicherung
Alle Fortbildungen werden von Personen mit einschlägigem Fachwissen und Praxiserfahrung unterrichtet und am Ende der Veranstaltung evaluiert. Die Seminare zur Hygienischen Grundversorgung am Verstorbenen orientieren sich inhaltlich an den
Seminaren zur Hygienischen Grundversorgung des Verbandes Dienstleistender Thanatologen in Deutschland und ergänzen diese in psychologischer Hinsicht.
Für den Lehrgang zum geprüften Thanatopraktiker/zur geprüften Thanatopraktikerin gibt es ein Curriculum gemäß dem Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich 2006, 6. Juni 2006, Teil II, 218: Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die fachliche Befähigung für die Thanatopraxie (Thanatopraxie-Verordnung), an das sich die Funeralitas halten muss.
Die Leitung der Funeralitas hat neben einer psychologischen und didaktisch-pädagogischen Ausbildung langjährige Erfahrung in der Unterrichts- und Vortragspraxis im Gesundheitsbereich, ist gleichzeitig Mitarbeiterin in der Praxis für Thanatologie & Trauerarbeit und verfügt über Praxis in der Verstorbenen- Versorgung und Begleitung von Angehörigen. Die Mitarbeiter verfügen ebenso über Unterrichts- und Vortragspraxis und arbeiten im Bestattungsbereich als Thanatologen und in der Angehörigenbegleitung.


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